Warum ist Fett wichtig bei BARF – oder auch: Die Ode an das Fett

BARF Fett

Warum ist Fett bei BARF so wichtig? Immer wieder liest man in Internetforen, dass Hunde mit den „normalen“ Futtermengen, die man bei BARF üblicherweise ansetzt (2‒4 % des Körpergewichts: große Hunde eher 2‒3 %, kleine eher 3‒4 %) nicht zurechtkommen und trotz immenser Futtermengen abnehmen. Die Hunde fressen dann meist utopisch große Fleischberge und sind dennoch zu dünn. Wie kommt es dazu und wie kann man entgegenwirken?

Die Erklärung ist eigentlich recht einfach: Dem Hund fehlt es meist an Energie! Denn viel Futter heißt im Umkehrschluss nicht unbedingt auch viel Energie.

Der Grund für die Energiearmut so mancher BARF-Portion ist das menschliche Bestreben, möglichst mageres Fleisch zu füttern, weil Fett schlichtweg in unseren Köpfen als „böse“ verankert ist. Nur zu gern kaufen wir für uns selbst fettreduziertes Essen, schneiden die Fettränder vom Fleisch ab und züchten sogar Schlachttiere, die möglichst wenig davon haben. So kommt es auch dazu, dass in vielen BARF-Läden oder –Shops recht mageres Fleisch angeboten wird. Für den Hund ist das aber fatal, denn Fett ist für ihn die Energiequelle Nummer 1!

Wieso ist Fett so wichtig für den Hund?

Während eine stark kohlenhydratreiche Ernährung für Hunde negative Folgen hat, hat fettreiches Fleisch für einen gesunden (!) Hund keinerlei unerwünschte Konsequenzen. Fett wird von Hunden in sehr großen Mengen verwertet (bis zu 10 g Fett pro kg KM haben keinen nachteiligen Einfluss – auch keine Risikoerhöhung für Pankreatits[1]), ist effizient, weil es wesentlich mehr Energie liefert als Kohlenhydrate (nämlich 9,3 kcal an Stelle von nur 4,1 kcal), es dehnt sich im Magen nicht aus (was ein Vorteil ist, wenn man einer Magendrehung vorbeugen will) und die Akzeptanz ist bei Hunden meist sehr groß, d. h. sie fressen es sehr gern. Außerdem liefert Fett natürlich auch essenzielle Fettsäuren[2], die der Hund selbst nicht bilden kann. Einen Kohlenhydratbedarf haben Hunde hingegen nicht.[3]

Dem Beutetierkonzept bei BARF folgend, ist ein angemessener Fettanteil ausschlaggebend. Bei Wildtieren liegen dabei der saisonal bedingt unterschiedliche Fettgehalt vor. Es ist also sinnvoll, hier einen Jahresdurchschnitt zu berücksichtigen. Betrachtet man z. B. den Körperfettgehalt von wilden Hirschen, so beträgt der zwischen 5 und 15 % bezogen auf das Körpergewicht (siehe z. B. “Validation of mule deer body composition using in vivo and postmortem indices of nutritional condition”). Dieser Wert sollte auch bei BARF ungefähr abgebildet werden, um negative Konsequenzen zu vermeiden.

Füttert man nur mageres Fleisch, hat der Hund schnell ein Problem. Denn Eiweiß soll dem Hund nicht als Energiequelle dienen, weil bei der Verstoffwechselung von Eiweiß Abbauprodukte entstehen. Das ist zwar völlig normal, aber wenn der Hund überwiegend Eiweiß zur Energieversorgung nutzen muss, dann entstehen zu viele Eiweißabbauprodukte und das überfordert auf Dauer Leber und Nieren.[4] Schon allein aus diesem Grund sollte man fettes Fleisch füttern. Es sollte mindestens 15‒25 % Fett, bezogen auf den Muskelfleischanteil enthalten. Das sollte nicht verwechselt werden mit dem Fettgehalt der Gesamtration. Der ist dann natürlich etwas niedriger, weil die anderen Zutaten (z. B. Pansen oder Innereien) viel weniger Fett enthalten. Eine durchschnittliche BARF-Ration, die Fleisch mit 15 % Fett im Muskelfleisch enthält, liefert insgesamt ca. 11 % Fett. Da es aber komplizierter ist, den Fettgehalt der Gesamtration zu berücksichtigen, achtet man hier der Einfachheit halber auf den Fettgehalt im Muskelfleisch.

Vor allem wenn der Hund allergiebedingt nur Geflügelfleisch oder Pferdefleisch fressen darf, muss man darauf achten, dass der Hund genug Energie bekommt, denn diese Fleischsorten sind ganz besonders fettarm. Oftmals findet man leider keine Angabe zum Fettgehalt des Fleisches. Daher muss man sich auf den optischen Eindruck verlassen. Das Fleisch sollte gut marmoriert bzw. durchwachsen sein oder einen großen Fettrand haben.

Nun muss man aber nicht in Panik geraten, weil der BARF-Shop in dem man einkauft, nur mageres Fleisch anbietet oder der Hund Allergiker ist und nur mageres Pferd oder Kaninchen fressen darf. Die Lösung für das Problem ist sehr einfach: Wenn das Fleisch zu mager ist, gibt man ganz einfach Fett hinzu. Es eignet sich zum Beispiel Rinderfett, Ziegenfett, Lammfett oder Pferdefett. Gänseschmalz oder Schweineschmalz eignen sich für Hunde ebenfalls, allerdings ist frisches, naturbelassenes Fett besser. Es gibt sogar viele Fleischer, die Fett kostenlos abgeben und auch in vielen BARF-Shops kann man Fett für Hunde kaufen. Butterfett, Palmkernfett oder Kokosöl sollte man wegen ihrer abführenden bzw. Brechreiz erregenden Wirkung nicht in größeren Mengen füttern.[5]

Was kann man tun, wenn das Fleisch zu mager ist?

Fettreiches und mageres Fleisch
Ist das Fleisch zu mager, gibt man einfach Fett hinzu. Man muss nur eine kleine Anpassung in der Ration vornehmen und den Fettanteil bei BARF berechnen. Angenommen, der Futterplan sieht 240 g durchwachsenes Muskelfleisch vor und das Fleisch, was gerade zur Verfügung steht, hat nur 5 % Fett. Das wäre z. B. bei magerem Rindfleisch der Fall. Dauerhaft sollte aber wie bereits erwähnt, Fleisch mit mindestens 15 % Fettanteil verwendet werden. In dem Fall würde man das Fleisch mit ca. 25 g Fett ergänzen und diese 25 g dann beim Muskelfleisch abziehen. Das bedeutet, man füttert ca. 215 g Muskelfleisch und 25 g extra Fett, was in Summe dann wieder eine Fleischmenge von 240 g ergibt. Diese Gesamtmenge verfügt dann über einen ausreichend hohen Fettanteil. Unter https://www.barf-check.de/kostenloser-barf-rechner/ ist ein kostenloser Fettrechner erhältlich, der die zu ergänzende Fettmenge schnell ermittelt.

 

Man auf keinen Fall von heute auf morgen große Mengen Fett zum Futter hinzugeben, sondern dem Organismus eine Chance geben, sich an die erhöhte Fettzufuhr zu gewöhnen. Ein Hund, der z. B. jahrelang Trockenfutter bekommen hat (sehr viele Kohlenhydrate, moderater Fettanteil), dann auf eine zu magere Version von BARF umgestellt wird und dann auf einmal viel Fett bekommen soll, könnte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bekommen, wenn man so vorgeht. Daher sollte man die Fettmenge langsam, über einen längeren Zeitraum steigern und nicht sofort die maximale Menge füttern. Man muss sich ja auch an die Menge herantasten, die der Hund benötigt. Gleichzeitig sollte man natürlich die Futtermenge wieder auf ein normales Maß herunterfahren. Ziel der Anpassung war schließlich, dass der Hund nicht mehr so viel magere Zutaten fressen muss, um sein Gewicht zu halten.

Natürlich kann man die Energiemenge im Futter auch durch die Gabe von Kohlenhydraten erhöhen. Vor allem bei nimmersatten Hunden macht es Sinn, zusätzlich z. B. noch etwas Reis anzubieten, weil dadurch die Futtermenge erhöht wird (hier hat die Ineffizienz der Kohlenhydrate hinsichtlich des Energiegehaltes einen Vorteil).

Keine Wissenschaft draus machen!

Manche Barfer neigen dazu, den Fettgehalt im Muskelfleisch ganz genau berechnen zu wollen. Ja, natürlich gibt es eine Formel, die dabei hilft, das bedeutet aber nicht, dass man auf´s Gramm genau und täglich neu berechnet Fett hinzufügen muss. Die Berechnung dient als Orientierung, weil viele Menschen schlichtweg gar keine Vorstellung haben, wie viel Fett man eigentlich ergänzen müsste, wenn das Fleisch zu mager ist. Fragt man einen Nicht-Barfer, wie viel Fett wohl ein 30 kg Hund zusätzlich bekommen müsste, wenn das Fleisch mager ist, könnte die Antwort “1 Esslöffel?” lauten. Das rührt daher, dass wir Menschen Fett eben als “böse” betrachten und in unseren Augen 1 Esslöffel viel klingt. Berechnet man es dann, erfährt man, dass es wohl eher 30-40 g sind, die ergänzt werden müssen. Dafür dient die Formel und nicht zur täglich erneuten Berechnung.

Es genügt, wenn man vom durchschnittlichen Fettgehalt des Muskelfleisches ausgeht. Angenommen, ein Hund bekommt 3-mal pro Woche Rindfleisch mit ca. 5 % Fett und 3-mal pro Woche Lammfleisch mit 25 % Fett (der 7. Tag ist der Einfachheit halber Fastentag). Dann hat man im Durchschnitt 15 % Fett im Muskelfleisch und muss gar nichts ergänzen, sofern der Hund normal aktiv ist. Ist er aktiver, füllt man eben so auf, dass es 20 oder 25 % sind.Auch 30 oder 35 % sind durchaus möglich – zum Beispiel bei trächtigen Hündinnen oder sehr sportlichen Vierbeinern.

Es ist auch nicht nötig, die Menge täglich zu ergänzen. Angenommen, ein Hund bekommt allergiebedingt dauerhaft Pferdefleisch mit 5 % Fett und die Formel hat ergeben, dass man 40 g am Tag an Fett ergänzen muss. Dann kann man auch an einem Tag 50 g geben, dann wieder 60 g und 30 g etc. Im Durchschnitt sollte es passen, nicht taggenau. Damit macht man sich nur das Leben schwer und es ist absolut unnötig.

Wie erkenne ich den Fettgehalt im Fleisch?

Nicht immer steht der Fettgehalt des Fleisches auch auf der Packung. Kauft man direkt beim Schlachthof ein, so weiß man oft nicht, wie hoch der Fettanteil ist. Es ist nicht relevant, den Fettanteil ganz genau einzuschätzen, eine grobe Richtung ist vollkommen ausreichend. Dazu kann man sich am Fettgehalt von anderen Fleischsorten orientieren, indem man einfach mal einen Blick in die Regale im Supermarkt wirft: Hühnerbrust ist sehr mager und hat nur ca. 1 % Fett, wogegen zum Beispiel Hackfleisch eher 20-25 % Fett hat – man erkennt dort das Fett. Das kann man mit bloßem Auge sehen. Wer unsicher ist, kann einfach mal ein paar Packungen Fleisch im Supermarkt in die Hand nehmen und einen Blick auf das Label werfen. So bekommt man etwas Übung.

Wie erkennt man, dass der Hund zu wenig Energie zu sich nimmt?

Man kann den wahren Energiebedarf eines Hundes leider nicht berechnen. Auch wenn einige Leute das gern behaupten und es natürlich für Hunde Formeln dafür gibt – eine korrekte Berechnung ist nicht möglich, denn derartige Werte sind immer nur eine Orientierung, die auf das einzelne Lebewesen gar nicht zutreffen muss. Zwar kann man den Energiegehalt des Futters abschätzen (auch da müssen Schätzwerte herhalten, denn es gibt zwar Kalorientabellen, aber letztendlich weiß man eben nicht, wie viel Energie das Stück Fleisch hat, was nun gerade im Napf landet) und auch den Kalorienbedarf „berechnen“ (Hunde im Erhaltungsstoffwechsel benötigen etwa 0,5 MJ umsetzbare Energie pro kg KM^0,75 pro Tag[6]), aber ich kenne keinen Hund, auf den die Werte zutreffen 😉

BARF-Ration mit SchweineschmalzUnd nun? Tja, man muss hier mit Augenmaß vorgehen, seinen Hund beobachten und kann als Orientierungshilfe eben die Empfehlung 2‒4 % des Körpergewichts zu füttern, hernehmen. Braucht ein ausgewachsener, normal aktiver, großer Hund mehr als 2‒3 % Futter, sollte man auf jeden Fall den Energiegehalt des Futters überdenken. Für kleine Hunde gilt ein etwas höherer Wert, da sie allgemein höhere Bedarfswerte haben. Hier kann man sich an einem Wert von 3‒4 % orientieren.
Natürlich kommen auch andere Ursachen für hohe Futtermengen in Betracht: Parasiten oder gewisse Erkrankungen der inneren Organe wie z. B. der Bauchspeicheldrüse. Es gibt auch einfach Hunde, die „schlechte Futterverwerter“ sind und daher mehr Futter benötigen. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Futterzusammensetzung sehr oft die Ursache ist, weil die Besitzer schlichtweg zu mager füttern.

Fazit

Fett ist nicht böse! Nein, der Organismus des Hundes benötigt genügend Fett, um den Energiebedarf zu decken, vor allem bei kohlehydratarmen Rationen wie BARF. Zwar vertragen viele Hunde auch Kohlenhydrate gut, aber Fett hat gegenüber diesem Energielieferanten viele Vorteile. Der Fettgehalt sollte daher stets beachtet werden. Braucht ein Hund sehr große Futtermengen, sollte man in jedem Fall den Fettgehalt des Futters überprüfen und ggf. zusätzliches Fett zur Verfügung stellen. Dabei sollte man von Durchschnittswerten ausgehen und sich nicht bei jeder Mahlzeit völlig verrückt machen, ob nun die korrekte Menge Zusatzfett im Napf landet.

Fett bei BARF

Quellen 
[1] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 40.
[2] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 89.
[3] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 50.
[4] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 50.
[4] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 109.
[6] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 52.

Kommentare zu “Warum ist Fett wichtig bei BARF – oder auch: Die Ode an das Fett

  1. Anonym sagt:

    Sehr interessant. Ich hole das Rindfleisch beim Metzger. Meist Kronfleisch(mit der Haut drumherum)und Innereien. Was für Fleischstücke wären denn fetthaltiger? Denn ich hab das Problem, dass ich das Gefühl habe, dass mein Hund zu wenig "Power" abbekommt. Er hat durch Barf abgenommen und seit ich voll barfe noch einmal. Hat jetzt ein super Gewicht, aber auch Dauerhunger. Von daher würde ich schon gern zusätzlich Fett geben, aber eben idealerweise mit fetteren Fleischstücken. Gibts da Tips, was man da verlangen soll?

  2. Nd. sagt:

    Hallo,

    also eigentlich sollte Kronfleisch schon recht fett sein. Aber es kommt eben darauf an wie es aussieht. Ist es denn marmoriert oder hat es Fettränder? Es kann auch gut sein, dass Dein Hund einfach noch mehr Fett braucht als das Kronfleisch ihm liefert. In dem Fall kannst Du beim Fleischer einfach nach Rinderfett fragen und es zusätzlich geben. Es gibt auch Hunde, die einfach etwas Getreide brauchen, auch wenn die meisten Hunde wohl davon nur sinnlos "hibbelig" werden. Das ist ja das Gute an BARF: Du kannst das Futter an die Bedürfnisse des Hundes anpassen. Gib ihm vielleicht erst einmal etwas Fett hinzu und beobachte wie er sich macht. Wenn er Dir nach einer Zeit immer noch "zu lahm" ist, kannst Du auch versuchen, etwas Reis zu füttern.

  3. Anonym sagt:

    Kartoffeln und etwas Hirse sind im Wochenplan schon mit drinnen. (empfohlene Menge lt. dem Plan von S.Simon "mit Getreide") Da es ein Border Collie ist, möchte ich nicht mit Getreide "dopen" und er neigt dann auch zu Blähungen. Das Kronfleisch ist mit so einer fett-bindegewebigen Schicht an zwei Seiten, die ich auch mit verfüttere. Aber das Fleisch selbst ist ja sehr mager und gar nicht durchwachsen. Muss mal sehen, ob ich so typische "fette" Suppenfleischstücke dazu bekomme und mit ergänze und evtl. auch mehr als 2 % füttern. Trotz Schleppleine u. dadurch eher wenig Bewegung nimmt er leider immer noch ab und ist extrem "dauerhungrig". Danke für den guten Beitrag und die Tipps!

  4. Anonym sagt:

    also ich füttere recht viel Pansen (meine Kleine liebt es einfach) wieviel Fett ihr futter hat kann ich nicht sagen, da ich auch recht oft gewolftes kaufe und da sieht man es nicht so. Doch da ich ihr recht oft Pansen gab dachte ich dass es reicht, doch sie nimmt nicht zu zwar auch nicht ab aber sie ist in an der unteren grenze der Gewichtstabelle, also könnte gut und gerne noch etwas vertragen, auch ist sie dauerhungig (13 Monate normalfutter 280g ihre Futtermänge zwischen 400 und 450g) seit 2 Tage gebe ich ihr jetzt Gänseschmalz dazu und habe auch Schweineschmalz gekauft aber bin mir mit der Menge unsicher. gebe ihr so ca. 15-20 g am Tag zusätzlich. Kann ich das so einfach machen? wieviel kann ich bei einem 12kg hund geben wenn ich kein Pansen verfüttere und ich mal von recht magerem Fleisch ausgehe?
    Haferflocken, Reis und Maisgries bekommt sie immer mal wieder zwischen durch aber hauptsächlich nur gemüse,Obst, Salat.
    Lg

  5. Nd. sagt:

    Grüner Pansen ist normalerweise recht mager. Daher gibt es bei mir auch an Pansen-Tagen Fett zusätzlich. Mein 8 kg Hund bekommt pro Tag ca. 25 g Fett. Wenn Dein Hund bisher mager ernährt wurde, würde ich so mit den 15 g starten, die Du genannt hast und dann bei Bedarf langsam steigern. Theoretisch kann man wohl bis zu 10 g pro kg Körpergewicht steigern, aber ein normaler Haushund braucht das nicht wirklich, vielleicht ein Schlittenhund oder so. Wie viel der einzelne Hund so braucht, kann man schwer sagen. Das schwankt extrem. Wie gesagt, mein 8 kg Hund bekommt 25 g und mein 38 kg Hund 50 g, also relativ gesehen viel weniger. Steigere einfach langsam von Woche zu Woche die Menge und wiege den Hund. Wenn er zu sehr zunimmt, dann weißt Du ja, dass Du aufhören musst. Achte auch auf den Kot. Manche Hunde vertragen Fett nicht in großen Mengen. Das muss man einfach ausprobieren.

  6. Anonym sagt:

    super vielen dank soll ich weiter gänseschmalz und schweineschmalz geben oder eher auf rinderfettpzlver zurückgreifen (muss bei der nächsten bestellung mal schaun ob ich rinderfett so bekomme) und wenn ja wieviel soll ich da am besten holen?

  7. Nd. sagt:

    Je natürlicher, desto besser. Rinderfettpulver würde ich daher nicht geben. Schwein- und Gänseschmalz sind schon OK, aber noch besser wäre unbehandeltes Fett (dann fällt Schwein natürlich weg). Einige Metzger bieten Rinderfett in Stücken an. In den BARF-Shops wird es auch oft angeboten, ebenso wie Lammfett, Geflügelfett oder auch Pferdefett. Fett kann man einfrieren und da ist es recht lange haltbar. Ich kaufe Fett immer dann, wenn ich auch das Fleisch kaufe und friere es dann einfach mit ein.

  8. Anonym sagt:

    super Danke, da ich noch Futter für ca. 2 Monaten habe werde ich erst einmal beim Schmalz bleiben und gugen wo ich das fett bekomme mit meiner nächsten Futterbestellung.

  9. Tanja sagt:

    Sehr informativer und hilfreicher Text, genau wie der ganze Blog – ich empfehle und verlinke euch gern weiter und habe euch nun auch auf unserem Blog verlinkt. Um die Wichtigkeit von Fett habe ich übrigens jahrelang nicht gewusst. Ich barfe seit 2007 und habe sehr lange Zeit ohne extra Fettzugabe gefüttert. Keine Frage, es ging, aber im Nachhinein erklärt sich mir dadurch, warum meine verbrauchten Fleischmengen und auch der Bedarf an Kohlenhydraten damals deutlich höher waren als der heutige Verbrauch. Irgendwie muss Hund ja sein Figürchen halten. Nun mit den Galgos ist Fett ohnehin noch wichtiger als ohnehin schon. Ohne Fett müssten die Windigen massenweise Kohlenhydrate fressen. Wie bin ich froh, dass ich das umgehen kann durch das Fett. Und natürlich gibt es auch Energie und Power, es ist einfach rundum gesund für alle Hunde und es ist sehr gut individuell mengenmäßig auf den einzelnen Hund abzustimmen.

    Das Thema Fett erfährt mir persönlich auf den meisten Websites zum Thema BARF zu wenig Aufmerksamkeit. Also nochmal ein großes Danke für diese informative Seite.

  10. Anonym sagt:

    Hallo ich habe hier einen Schäferhundwelpen, und zur zeit füttere ich noch Trockenfutter für Junghunde jetzt habe ich bei euch einen Satz gelesen Getreide und hippelig, kann es sein, das meine so hippelig ist weil bei Ihrem Futter "Getreide" in der Rezeptur an erster Stelle steht?

  11. Nd. W. sagt:

    Hallo,

    es stimmt, dass einige Hunde von Getreide hibbelig werden. Ich gehe aber davon aus, dass der Schäfi-Welpe eher aufgrund der Tatsache, dass er noch ein Kind ist, sehr quirlig ist. Selbst meine Schlaftablette Bayo war als Welpe aufgedreht und er bekam kein Getreide. Das ist also eigentlich normal.

    Dennoch würde ich persönlich einem Hund kein Trockenfutter geben und schon gar keins mit großen Mengen an Kohlenhydraten. Was man bei Kohlenhydraten im Zusammenhang mit Welpen aber auf jeden Fall bedenken sollte: Jüngere Welpen können sie nicht wirklich verwerten. Erst ab der 12. Woche verfügt die Bauspeicheldrüse des Hundes über eine entsprechende Amlyaseausstattung. Bekanntermaßen enthält ja der Speichel von Hunden gar keine Amylase. Daher belastet man Welpen mit Kohlenhydraten noch mehr als erwachsene Hunde. Man schleust ständig etwas durch den Körper, womit der gar nichts anfangen kann.

    Außerdem sollte man Hunden m. E. kein trockenes Futter geben. Das ist vollkommen unphysiologisch. Es gibt kaum eine Trockenfuttersorte (außer Trockenfleischmischungen), die nur geringe Kohlenhydratmengen enthält, das enthaltene Eiweiß ist sehr oft von minderwertiger Qualität (siehe dieser Beitrag oder dieser) und die trockene Konsistenz fördert Magendrehungen (siehe hier). Insgesamt ist Getreide ziemlich nachteilig für Hunde (das ist hier erklärt).

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

    VG
    Nd.

  12. Maria sagt:

    Bei uns ist es leider umgekehrt. Unser Mopsmädchen haben wir mit 7,8kg übernommen und auf BARF umgestellt. Seither nimmt sie kontinuierlich zu. Mittlerweile hat sie 10kg!
    Sie bekommt inzwischen am Tag 1,5% ihres Wunschgewichts (8kg), immer schon getreidefrei, aber mit ausreichend fettem Fleisch. Sie ist dauerhungrig und nimmt unmöglich ab 🙁
    Ist es schlecht, wenn ich eine Zeit lang auf mageres Fleisch umstelle? Bzw. wie lange kann man das machen, ohne dass sie gesundheitliche Probleme bekommt?

  13. Nd. W. sagt:

    Hallo Nadine,

    Rindereuter hat nur ca. 8,5 % Fett und eignet sich daher überhaupt gar nicht als Fettquelle. Außerdem besteht Rindereuter zu großen Teilen aus Bindgewebe. Davon sollte man nicht zu viel füttern. Am Besten eignet sich pures Fettt als Energiequelle.

    LG
    Nadine

  14. Anonym sagt:

    danke für die tollen info`s. ich war schon am verzweifeln weil meine beiden keine leber.niere,milz,..etc vertragen. und jetzt mit deinen infos was geben ich wenn keine innereinen vertagen werden … einfach toll !!!!!! viele haben mir erklärt es MUSS sein wie auch immer einfach unterjubeln, thjaaaa nur die hälfte eines kaffeelöffels haben sie bemerkt und strikt verweigert. als ich auf barf umstellte haben sie es 2x gefressen,aber es war nur ein drittel der menge also ich habe echt versucht in gaaaaanz kleinen schritten sie an die innereien zu gewöhnen. haben beidemale extremst durchfall bekommen und seit dem wurde es verweigert. danke nochmal 🙂

  15. Kurt A. Pohlkötter sagt:

    Danke für diesen Beitrag!

    Wir haben gerade ein ganzes Lamm – ich glaube ca. 22-24 kg – gekauft, grob portioniert. Meine Frau hat da ne ganze Menge fett abgeschnitten – und weggeschmissen. Hätten wir das wolfen und zu Barf-Portionen (wir kaufen beim Hundefleischer) hinzugeben und einfrieren können? So 10 Gewichtsprozent zu jeder Portion?

  16. gabriele steinborn sagt:

    Wie kann ich den Fettgehalt ausgleichen bei einem Hund mit Problemen BSP? Ich füttere getreidefrei, leicht verdaulich-NF von TerraCanis-Fettgehalt von 4-6% pro Dose…Ich traue mich da nicht an reines Lamm-oder Rinderfett….Danke!

  17. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich habe Ihr Buch und auch Ihren Rechner 🙂 Beides super!

    Ich war heute das erste Mal beim Schlachter und habe mich gestern beraten lassen, weil das Fleisch keine Schilddrüse haben soll. Ist mir nämlich das letzte Mal woanders untergejubelt worden und mein Hund (Magen-Darm) hat das gar nicht vertragen.

    Nun bin ich heute mit Rinderfett, Milz, Herz, Niere Leber und Zwerchfellfleisch ( Kron-Saumfleisch) nach Hause. Super und superfrisch. Mit Haut überzogen, aber unterschiedlich fett. Ich finde aber fetter wie der Rindergulasch mit 2% auf der Packung, den ich die ganze Zeit hatte. In was für einer Fett Größenordnung ist Zwerchfell ungefähr einzuordnen ? Damit ich das füt die Fettberechnung in den Rechner geben kann. Wie gesagt, ich bin ein Greenhorn und fange damit erst an!
    Gibt es noch bessere Fleischteile für den Hund und wenn ja, wie heißen die im Schlachterlatein?

    Herzlichen Dank schon im Voraus!♥

  18. Anonym sagt:

    Dass mehr Fett ans Futter gehört, völlig richtig.
    Aber… dass Kohlehydrate schädlich sein sollen, kenne ich so aber nicht.
    Kohlehydrate sind so wenig "böse", wie Fett "böse" ist.

    Es kommt lediglich darauf an, Fett, Kohlehydrate und Fleisch ausgewogen zusammen zu stellen
    (Was ja nicht mal Mensch für sich ordentlich hin bekommt 😉 )

    Im Zuge von "weniger ist mehr" und von Nachhaltigkeit, was den Fleischkonsum generell angeht,
    bin ich grundsätzlich weg von dem was "BARF" vorgibt.
    Eine Fleischmenge von 50% ergänzt mit Haferflocken, Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Hirse usw… ist völlig ausreichend.

    Tischreste wie Bratensoße, Suppe (mit eingekochter Hirse beispielsweise oder Haferflocken), Klöße, Reis, Kartoffeln – was auch immer, ergänzen die Fleischration perfekt…
    So wurden Hunde generell bis zur großen Industriefutter-Revolution ernährt:
    Mit eher WENIG Fleisch und allem, was der Mensch übrig hatte.

    Fleisch konnten sich die meisten Menschen in den Mengen gar nicht leisten.
    Und wenn es Fleisch gab, dann wurde das sicherlich nicht an die Haus- und Hofhunde verfüttert.
    Oder wirklich nur das, was Mensch nicht so für sich verwerten konnte.

    Ürigens: Salukis und Sloughis – ebenso der Azawakh – wurden in den Ursprungsländern mit Getreidebreien gefüttert, Fleisch gab es nur in Ausnahmefällen.
    Dafür haben diese Windhundrassen doch so einige Jahrhunderte überdauert.

    Die ABAM-Methode eines Dr. Rückert scheint mir da sehr passend.
    Und eine "gekochte Kartoffeln-mit-Ei-Quark-und-Entenfett-Ration" ist bei uns sehr beliebt… Es geht also zur "Not" auch mal ohne Fleisch, was sehr angenehm ist, wenn man unterwegs ist.

    Alexandra mit Tigon und Aljosha

  19. Nadine Wolf sagt:

    Hallo Alexandra,

    man muss ja nicht barfen, aber in diesem Blog geht es nun einmal um BARF. Und bei BARF kann man die von Dir genannten Dinge nicht füttern, oder besser nicht in der Menge, weil man dann gleich zwei der vier Buchstaben aus der Definition des Begriffs BARF untergräbt:

    A – artgerecht bedeutet Orientierung an der ursprünglichen Lebensweise einer Tierart. Man muss hier also betrachten, was frühe Hunde fraßen. Das ist schwierig einzugrenzen, da Wissenschaftler die Zeit des Domestikation nur sehr ungenau angeben können. Irgendetwas zwischen vor 10.000 und 100.000 Jahren wird angenommen. Da gab es keine Haferflocken, keine Kartoffeln und auch keine Bratensoße. Die Hunde haben damals die Essensreste bekommen, die da waren, aber das war kein Getreidebrei, denn der Ackerbau wurde erst später verbreitet und war anfangs sehr beschwerlich. Niemand hätte das hart erarbeitete Getreide den Hunden gegeben. Die haben vermutlich Knochen gefressen und sich selbst Ratten gefangen. Was auch immer sie gefressen haben, die von Dir genannten Dinge konnten es nicht sein, weil es die damals nicht gab oder sie sehr rar waren. De Kartoffel kam z. B. erst im 17. Jahrhundert zu uns. Da waren Hunde schon seit tausenden von Jahren domestiziert.

    R – roh, Hunde können ungekochtes Getreide nicht verdauen, rohe Kartoffeln dürften ebenfalls problematisch sein und rohe Bratensoße gibt es nicht. Eine Ration, die zur Hälfte aus gekochten Zutaten besteht, kann nicht roh genannt werden.

    In einem BF-Blog könnte man also eine solche Fütterung vorschlagen, bei BARF ist das nicht möglich. Bei BARF ist es aber wichtig, ausreichend Fett zuzuführen, damit die im Artikel genannten Probleme nicht auftreten.

    Der Fleischanteil bei BARF beträgt übrigens 40 % (80 % x 50 % = 40 %), der ist also nicht so hoch, wie dieser Ernährungsform immer unterstellt wird.

    Und natürlich ist ein gewisser Kohlenhydratanteil auch bei BARF normal. Mit natürlichen Zutaten erreicht man einen Anteil von etwa 2-3 % in der Ration. Das ist dann auch normal für carnivore Tiere.

    Viele Grüße
    Nadine

  20. Anonym sagt:

    Hallo Nadine,
    meine Erläuterungen zielten absichtlich nicht auf Zeiten der Domestikation ab… also "Urzeiten", die sind in den Verdauungsorgenen unserer Hunde ja längst nicht mehr präsent.
    Sondern es ging eher um die letzten 2000 – 3000 Jahre …
    Da sind die Zeiten des "ganzen Beutetieres" längst vorbei.

    Genau das ist der springende Punkt: Hund hat sich lange schon an Kohlehydrate gewöhnt und hat selbstverständlich damit überlebt. .

    Über viele Jahrhunderte wurden die von mir als Beispiel genannten Windhundrassen überwiegend mit Getreidebrei – eben dem was die Nomadenvölker selbst aßen und eher wenig Fleisch… ernährt und waren und sind damit enorm leistungsfähig.
    Wie kommts?

    Deshalb müsste man nicht mehr an die "das-ganze-Beutetier-Zeiten" – die ja weit davor gelegen haben müssen, anknüpfen.

    Von rohen Kartoffeln hatte ich übrigens nirgends geschrieben… das nur nebenbei.

    Wie gesagt – mir ging es darum, klar zu machen, dass Hunde seit vielen Jahrhunderten bereits daran gewöhnt ist, mit den Essensresten (und damit überwiegend Kohlehydratem) der Menschen gefüttert zu werden.
    So wie sie sich die Speisepläne der Menschen über die Jahrhunderte durch gute Zeiten oder magere Zeiten auch verändert haben mögen…
    Getreidebrei und andere Getreidewaren inklusive.

    Alexandra mit Tigon und Aljosha

  21. Nadine Wolf sagt:

    Hallo Alexandra,

    genau das ist der springende Punkt: Evolutionär betrachtet sind 2000-3000 Jahre ein Witz, selbst bei Hunden. Abgesehen davon wurde nicht überall auf der Welt sehr kohlenhydratreich gefüttert. Wie sollte man das in Grönland machen? Oder in der Sahara? Man darf sich auch in fruchtbaren Gegenden nicht so eine verschwenderische Welt vorstellen wie die heute. In Deutschland gab es damals keine riesigen Felder. Deutschland war ein riesiger Wald. Es ist nicht so, dass Menschen sesshaft wurden und mit einem Mal hatte man einen effizienten Ackerbau mit riesigen Erträgen wie heute. Der Ackerbau begann mit bloßen Händen, primitiven Werkzeugen und später auch mit Hilfe von Ochsen. Bis zur Einführung der Dreifelderwirtschaft im Mittelalter waren die Erträge geradezu lächerlich. Erst mit der Industrialisierung wurde es einfach, Getreide anzubauen. Man kann also noch nicht einmal davon sprechen, dass Hunde überall auf der Welt seit 3000 Jahren mit einem Kohlenhydratanteil von 50 % ernährt wurden. Und selbst wenn das so gewesen wären, sind 3000 Jahre einfach nur ein Wimpernschlag aus Sicht der Evolution.

    Es gibt einen Grund, warum Wissenschaftler festgestellt haben, dass das Verdauungssystem von Wolf und Hund nahezu identisch ist, ebenso wie die genetische Nähe, die wesentlich größer ist als z. B. zwischen Wolf und Kojote. Dennoch frisst ein Kojote nicht Getreidebrei und ein Wolf Beutetiere. Auch Wölfe können übrigens Kohlenhydrate verstoffwechseln, es sind schließlich fakultative Carnivore. Es geht aber nicht darum, ob man etwas verstoffwechseln kann. Ich kann Whisky und Schokolade verstoffwechseln, dennoch würde mir kein Mensch empfehlen, mich zu 50 % davon zu ernähren. Es gibt Gründe, warum der Hund trotz der Kohlenhydratmast der vergangen Jahre noch immer keine Amylase im Speichel hat oder bis zum 4. Lebensmonat nicht einmal in der Bauchspeicheldrüse genug Amylase bildet, um diese Kohlenhydratmassen zu verdauen. Zeig einem Anatomen ein seziertes Verdauungssystem von einem Wolf und einem Hund gleicher Größe und er wird beides nicht auseinanderhalten können. Es wird noch ein paar weitere Tausend Jahre Kohlenhydratmast bedürfen, bevor der Hund zum Omnivor wird…

  22. Nadine Wolf sagt:

    Für BARF gibt es eine Definition. Das A steht nun einmal für Artgerecht und das bedeutet: Orientierung an der URSPRÜNGLICHEN Lebensweise einer Spezies. Damit sind wir nicht in der Zeit vor 2000-3000 Jahren, da sind wir am Anfang. Menschen, die sich nach dem Paleo-Konzept ernähren, essen auch keinen Getreidebrei, obwohl sie ihn verdauen können und Menschen schon seit 3000 Jahren Getreide essen. Das spielt keine Rolle, denn es passt nicht zum Konzept. Bei BARF ist das auch so. Das Konzept sieht keine Getreidemassen vor, was nicht bedeutet, dass man päpstlicher als der Papst sein muss und gar nichts dieser Art im Napf landen darf. Es ist nur einfach beschränkt. Wer massenhaft Kohlenhydrate füttern will, kann das doch machen. Es gibt ja viele andere Ernährungskonzepte, z. B. Trockenfutter. Auch da hat man den gewünscht hohen Kohlenhydratanteil, wenn man das unbedingt will. Niemand wird zu BARF gezwungen, man kann sich doch ein Konzept suchen, mit dem man sich gut identifizieren kann.

    Du hast keine rohen Kartoffeln vorgeschlagen, wohl aber Kartoffeln und Getreide. Die müsste man bei BARF roh füttern, das R(oh) steht nicht umsonst im Begriff. Das "R" würde wegfallen, weil man Getreide und Kartoffel nicht roh füttern kann und man es kochen müsste. Eine Ration, die zur Hälfte aus gekochten Zutaten besteht, kann wohl kaum als roh bezeichnet werden. Also bliebe vom Akronym nur noch BAF und das A fällt dann gleich mit weg, weil es in der URSPRÜNGLICHEN Ernährung von Hunden weder das eine, noch das andere gab. Bleibt also nur noch BF von BARF übrig. Das ist hier ist aber ein BARF-Blog und kein BF-Blog. Daher wirst Du hier keine Vorschläge in Richtung "die Hälfte müssen Kohlenhydratlieferanten sein", finden, weil es nicht zum Thema passt. So würde ja nicht einmal ich mich freiwillig ernähren und ich bin definitiv ein Omnivor…

    Viele Grüße
    Nadine

  23. Anonym sagt:

    Hallo Nadine,

    in Deinem Buch beschreibst Du die Zugabe von Vitamin E zu den Ölen. Ich verwende überwiegend die Öle von Swanie. Meine Frage: muss ich beim Dorschlebertran sowie beim Hanföl, das Vitamin E auch zugeben? Beim Omega 3-6-9 Öl ist ja Borretschöl zugesetzt, da muss ich kein Vitamin E zugeben.
    Danke für Deine Antwort.

    Viele Grüße

    Brigitte mit Simba und Lucy

  24. Sonja sagt:

    Hallo,

    ich bin ehrlich gesagt etwas verzweifelt, da ich keine wirkliche Futterlösung für meinen Hund mit Pankreatitis finde. Auf Blogs wie diesem wird ständig darauf verwiesen, dass Trockenfutter Schuld an dieser Krankheit sei und ganz normales Barfen die Problematik lösen wurde. Nun hat mein Hund allerdings eine chronische Pankreatitis, obwohl er von Welpenbeinen an nach dem Barfkonzept von Swanie Simon bebarft wurde, und er bekam nie extra Mengen an Fett oder Kohlenhydraten durch Küchenreste, etc. Was soll ich nun tun? Ich kann ja nicht einfach so weiterfüttern wie gehabt und die Krankheit meines Hundes ignorieren. Ich finde es sehr schade, dass immer so getan wird, als wären alle Hunde, die krank sind, einfach nur schlecht ernährt und Hilfe wird nicht angeboten.

    • Nadine Wolf sagt:

      Ganz so ist das nicht. Die Ursachen für chronische Pankreatitis sind gar nicht geklärt und der Blog bezieht sich auf gesunde Hunde. Gerade in den Artikel über Fette ist das unterstrichen. Und Hilfe wird nur angeboten, wenn man danach fragt 😉 Wenn ein Hund wiederkehrende Pankreatitis hat, kann man natürlich schlecht sehr fettreich füttern. In dem Fall sollte man zunächst einmal die Darmflora aufbauen und eine Fütterung finden, die der Hund verträgt. Da geht BARF dann einfach nicht, sondern ggf. muss man kochen, die RFK durch Knochenmehl ersetzen und mit einem höheren Anteil an Süßkartoffeln die Energie eben anderweitig zuführen als es bei BARF der Fall ist. Außerdem sollte man dann mit bestimmten Zusätzen unterstützen.

  25. Natalie sagt:

    Hallo,
    ich hätte da auch mal eine Frage. Wir haben unseren fast 13jährigen Labrador (30kg) letztes Jahr im Oktober umgestellt. Wir füttern 2% im Verhältnis 80/20. Das Muskelfleisch unterteile ich in mageres Rind (90g/Tag) durchwachsenes Rind (90g/Tag) und im Wechsel Hühnchen oder Lammfleisch (30g/Tag). Grüner Pansen und einen Rinderinnereien-mix kommen noch dazu. RFK gibt es verschiedene (Lammrippen, Kalbsbrustbein oder Hühnerhälse gewolft). Sonntags ist Lachstag, da ersetze ich Muskelfleisch durch Lachs. Zusätze: Lachsöl/Borretschöl, Seealgenmehl, Grünlippmuschelpulver, Kollagen (aufgrund der Spondylose).

    Das magere Rind ist vom Hersteller als sehr fettarm deklariert, bis 10 %. Das durchwachsene Rind mit bis zu maximal 30 %.

    Nun bekam unser Labbi im Laufe der Zeit etwas stumpferes Fell und ich bin auf Ursachenforschung. Die Sorge, die Ration nicht ausgewogen genug zu gestalten ist natürlich da. Ist es richtig, dass stumpfes Fell auch evtl an zu fettarmer Nahrung liegen kann?
    Vielen lieben Dank im Voraus !

    • Nadine Wolf sagt:

      Vermutlich liegt es eher nicht am zu niedrigen Fettgehalt (10 & 30 % im Schnitt sind ja völlig im Rahmen). Welche Art von Öl fütterst Du dazu und ist da auch Vitamin E dabei? Schau mal den Artikel hier an.

  26. Timo sagt:

    Hallo Nadine!

    Wenn ich einen reinen Pansentag in der Woche mache und der Rinderpansen nur 5% Fett hat, reicht es wenn der Fettgehalt die restliche Woche stimmt, oder soll ich den Gehalt am Pansentag dann besser auch auf ~15-20% anpassen?

    Viele Grüße, Timo

    • Nadine Wolf sagt:

      Man bezieht sich immer nur auf das Muskelfleisch. Solange Du nicht übermäßig viel Pansen fütterst (also mehr als die üblichen 20 %), musst Du das gar nicht berücksichtigen.

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