BARF-Mythen bei Welpenfütterung

BARF-Mythen-Welpen

BARF wird immer populärer und je mehr Leute sich damit befassen, desto mehr wird natürlich auch darüber diskutiert und debattiert. Ob auf der Hundewiese, in einer Facebookgruppe oder im Vieraugengespräch: BARF ist in aller Munde. Wie so häufig, erinnert der Informationsaustausch dabei auch gern mal an Stille Post. Irgendjemand kennt irgendwen, der irgendwo mal irgendwas gelesen hat und schon geistert eine weitere Handlungsempfehlung durch die Barfer-Szene. Manche dieser Ratschläge sind abenteuerlich, andere gefährlich und oft sind sie schlichtweg nicht nachvollziehbar. Besonders kreativ werden die Leute, wenn es um die Ernährung von Welpen geht. Schauen wir uns die bekanntesten dieser „Urban Legends“ näher an:

Welpen müssen alle Komponenten täglich bekommen

Dass der Welpe Mangelerscheinungen erleiden könnte, ist natürlich für viele Hundehalter die Horrorvorstellung schlechthin. Das Marketing diverser Fertigfutterhersteller zielt genau auf diese Angst ab. Es wird damit geworben, dass jeder Nährstoff in jeder Mahlzeit im richtigen Verhältnis vorliegen muss. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde diese Denkweise – zumindest bei der Welpenfütterung – auch auf BARF übertragen. Daher wird immer wieder postuliert, ein Welpe müsse z. B. Innereien, Knochen und sämtliche Zusätze unbedingt täglich bekommen, am besten in jeder Mahlzeit, da sonst Mangelerscheinungen auftreten. Natürlich ist es nicht sinnvoll, einem Welpen nur einmal wöchentlich die gesamte RFK-Menge oder Seealgenportion vorzusetzen. Diese stoßweise Fütterung bestimmter Komponenten könnte tatsächlich zu Problemen führen und ist auch nicht sonderlich natürlich. Aber nirgends steht geschrieben, dass Welpen (zumindest ab 8 Wochen) nicht in der Lage sind, auch Nährstoffe zu speichern oder dass jeder Nährstoff wirklich alle 24 h zugeführt werden muss. Auch in der Natur ist so ein Vorgehen nicht zu finden. Ganz im Gegenteil: Wolfswelpen beispielweise werden anfangs mit dem ernährt, was erwachsene Wölfe hervorwürgen. Dabei kann nicht ansatzweise die Rede davon sein, dass eine solche „Ration“ nun sämtliche Nährstoffe im richtigen Verhältnis enthält, denn meist erlegen Wölfe eher große Beutetiere. Nicht jeder Wolf nimmt damit zu jeder Mahlzeit die exakt passende Menge an Muskelfleisch, RFK, Innereien usw. auf. Damit kann auch keine exakt passende Aufteilung an Welpen weitergegeben werden. Das gleicht sich über die Zeit aus und auch Hunde können mit Schwankungen in der Nahrung durchaus umgehen – so wie jedes andere Lebewesen auch. Es ist also kein Problem, wenn ein Welpe z. B. die Wochenmenge an RFK an vier Tagen erhält und nicht an sieben. Gleiches gilt für Zusätze oder Innereien. Die Aufteilung richtet sich eher danach, wie der Welpe die Zusammenstellung am besten verträgt. Natürlich spricht auch nichts dagegen, alle Komponenten täglich zu füttern, aber es muss eben nicht zwingend sein.

Welpen brauchen mehr Knochen

Die Calciumversorgung ist ein Thema, was viele Hundehalter umtreibt. Kein anderer Nährstoff scheint so wichtig zu sein wie dieser Mineralstoff, vor allem im Wachstum. Daher wird gern behauptet, Welpen bräuchten per se 20 % RFK vom Anteil tierischer Produkte. Es gibt sogar Empfehlungen in Richtung 30 oder gar 75 % und mehr (!). Das ist eine Fehlinformation, die vermutlich entstanden ist, weil durch Stille Post Details zur Fütterungsempfehlung verloren gegangen sind. Fakt ist: Füttert man gemischte RFK, also harte und weiche, dann beträgt der RFK-Anteil bei BARF 15 % vom Tierischen. Füttert man ausschließlich weiche RFK (z. B. weil der Hund harte nicht verträgt), so erhöht sich der Anteil auf 20 %. Diese Anpassung ist sowohl bei Welpen vorzunehmen als auch bei erwachsenen Hunden und hat einfach mit der Mineralstoffdichte der RFK zu tun. Weiche RFK wie Hühnerhälse haben ca. 1.500 mg Calcium pro 100 g, härtere RFK wie Rinderbrustbein hingegen 2.900 mg, Lammrippen sogar noch mehr. Es ist logisch, dass man mehr RFK füttern muss, wenn man auf härtere Knochen verzichtet und nur weiche RFK füttert. Da Welpen in der Regel, vor allem anfangs, Hühnerhälse und –flügel & Co. bekommen, ist es bei den meisten Welpen so, dass tatsächlich 20 % RFK gefüttert werden sollten. Das hat aber mit der Art der RFK zu tun und nichts mit der Tatsache, dass es sich um einen Welpen handelt. Ein typisches Beutetier besteht nun einmal nur zu gewissen Teilen aus Knochen und dieser übersteigt bestimmte Werte einfach nicht. So beträgt der Knochenanteil in einem Kaninchen z. B. 7,5 % vom Körpergewicht (daher stammen auch die 15 % RFK (= ½ Knochen, ½ Fleisch). Es gibt in der Natur keine Spezial-Welpen-Beutetiere mit höherem Knochenanteil, daher gibt es auch keinen Grund, Welpen generell mehr RFK zu geben oder gar noch weitere Calciumsupplemente zu ergänzen.

Manchmal fußt die Argumentation, dass der RFK-Anteil erhöht werden sollte, auch auf bestimmten Nährwertangaben. Je nach Quelle unterscheiden die sich stark. Meyer / Zentek empfehlen z. B. für Welpen 355-585 mg Calcium pro kg Körpermasse – je nach Endgewicht. Will man diese Menge beispeilsweise bei einem 10 kg schweren Ridgeback-Welpen erreichen, der nur weiche RFK verträgt, müsste der Anteil tierischer Produkte zu 90 % nur aus RFK bestehen. Abgesehen davon, dass der Hund davon sicherlich eine Verstopfung bekäme, hat das mit einer Orientierung am Beutetier auch nichts mehr zu tun, denn kein Beutetier hat so viele Knochen – nicht einmal ein Knochenfisch 😉 Man muss allerdings auch hier sagen, dass diese hohen Bedarfswerte für industrielles Futter gelten oder selbstgemachte Rationen mit 55 % Getreideanteil. Hier spielt das Thema Bioverfügbarkeit eine Rolle.

Das NRC gibt z. B. einen Bedarfswert für Calcium in Höhe von 3.000 mg pro 1.000 kcal Futter für Welpen an. Dieser Wert lässt sich mit 15 % gemischten RFK locker oder 20 % weichen RFK knapp, aber durchaus realistisch erreichen. Es besteht also kein Grund zur Sorge, dass der Welpe mit 15 % gemischten RFK unterversorgt wäre, zumal auch dieser Bedarfswert Sicherheitsaufschläge enthält und von einer Bioverfügbarkeit von 50 % ausgeht, die bei BARF weit übertroffen wird. Eine Überversorgung mit Calcium kann für Welpen übrigens sehr nachteilig sein, wie der nächste Punkt zeigt.

Welpen wachsen schneller durch zu viel Protein oder entwickeln Skelettdeformationen

Woher diese Behauptung stammt, ist nicht wirklich nachvollziehbar, denn sie ist schlichtweg falsch und das ist sogar recht gut belegt. Man hat in Studien herausgefunden, dass der Proteingehalt des Futters weder einen Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit hat, noch die Skelettentwicklung beeinträchtigt. Das ist auch der üblichen Fachliteratur so zu entnehmen (z. B.  Meyer / Zentek S. 181, 183). Was jedoch die Wachstumsgeschwindigkeit beeinflusst, ist der Energiegehalt des Futters. Deswegen sollte man Welpen nicht überfüttern und ihnen auch Futter nicht zur freien Verfügung hinstellen. Wenn man jetzt von der Fehlannahme ausgeht, ein zu hoher Proteingehalt würde die Wachstumsgeschwindigkeit negativ beeinflussen, muss man diesen senken. Das geht nur, wenn der Kohlenhydrat- oder Fettanteil in der Nahrung steigt. Dummerweise ist der Energiegehalt, den der Körper aus 1 g Fett oder 1 g Kohlenhydraten gewinnen kann, höher als der aus 1 g Protein. Eine Proteinsenkung führt also unweigerlich zu einer Steigerung des Energiegehalts im Futter. Im Endeffekt führt diese dann zu einer erhöhten Wachstumsgeschwindigkeit.

Skelettfehlentwicklungen werden ebenfalls nicht durch „zu viel“ Protein im Futter hervorgerufen, sondern z. B. durch Calciumüberversorgung oder Vitamin-D-Mangel bei gleichzeitig niedriger Calciumversorgung. Daher ist es absolut nicht sinnvoll, zu viel oder zu wenig Calcium zuzuführen. Unglücklicherweise ist nicht bekannt, wie viel Calcium ein gebarfter Hund nun benötigt. Die üblichen Bedarfswerte gehen davon aus, dass der Welpen 50 % des aufgenommenen Calciums nicht verwerten kann, weil s. g. diätische Antagonisten wie z. B. Phytinsäure die Aufnahme stören.  Bei BARF fehlen diese Störstoffe, weswegen man möglicherweise schon zu viel Calcium zuführt, wenn man über die im typischen Beutetier hinausgehende Mengen an Knochen füttert. Solange es für BARF keine angepassten Bedarfswerte gibt, kann man sich also nur an den Aufbau eines Beutetieres halten, dieser ist zumindest nachvollziehbar und reicht anderen Beutefressern schon seit  Jahrmillionen aus.

Das Calcium-Phosphor-Verhältnis muss zwingend 1,2:1 betragen

Das Gerücht, das Calcium:Phosphor-Verhältnis sei entscheidend für die Calciumverwertung, hält sich noch immer hartnäckig. Früher ging man davon aus, dass zu viel Phosphor in der Nahrung die Calciumaufnahme behindert, weswegen man dazu riet, etwas mehr Calcium zuzuführen als Phosphor. Obwohl Studien bereits Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrtausends belegt haben, dass  der Phosphorgehalt der Nahrung keinen Einfluss auf die Calciumabsorption hat, wird also weiterhin fleißig gerechnet und zur Not Calcium in Form von Eierschalenpulver zugefügt, um das Ca:P-Verhältnis auszugleichen – das ist absolut unnötig und ggf. sogar kontraproduktiv. Denn zwar beeinflusst der Phosphorgehalt der Nahrung nicht die Calciumaufnahme, aber je weiter das Ca:P-Verhältnis ist, also je mehr Calcium als Phosphor zugeführt wird, desto geringer ist die Phosphoraufnahme. Wenn man also mittels isolierter Calicumzugaben das Verhältnis verändert, riskiert man am Ende einen Phosphormangel beim Welpen. Das ist keine gute Idee. Auch bei dieser Frage kann man sich ein Vorbild an der Natur nehmen und überlegen, wie Wolfswelpen gefüttert werden. Das übernehmen in den ersten Wochen nach dem Absetzen von der Muttermilch i. d. R. die Elterntiere, die dann gleichzeitig auch meist ranghoch sind. Tendenziell fressen diese Tiere also auch zuerst mit an der Beute. Es gibt Untersuchungen dazu, in welcher Reihenfolge große Beutetiere von Wölfen gefressen werden. Zuerst wird der Bauchraum geöffnet und Innereien wie Leber werden gefressen, dann werden große Brocken Muskelfleisch herausgerissen. Erst zum Schluss werden Knochen aufgenommen, wenn überhaupt, denn meist bleibt die Hälfte der Knochen einfach liegen, zumindest bei großen Beutetieren. Wenn nun die Elterntiere eher zuerst als zuletzt fressen, wie viele Knochen werden sie dann wohl aufnehmen und den Welpen hervorwürgen? Richtig, eher geringe Mengen. Die Nahrung von Wolfswelpen dürfte also eher phosphatüberschüssig sein als umgekehrt. Und im Wald steht kein Eierschalenpulver herum, um ein bestimmtes Ca:P-Verhältnis herbeizuführen. Auch hier sollte man sich also einfach an die BARF-Regeln halten und Knochen in angemessener Menge zuführen. Damit erreicht  man dann auch ein Ca:P-Verhältnis zwischen 1,2 und 1:1. Das ist vollkommen in Ordnung.

Wenn die Pfoten ausdrehen, soll man mehr Calcium füttern

Bleiben wir gleich beim Calcium. Im Wachstum kommt es, vor allem bei größeren Rassen, immer mal vor, dass die Vorderpfoten „ausdrehen“. Damit ist Welpe ausgedrehte Pfotengemeint, dass diese nicht mehr gerade sind, sondern im Bereich des Vorderfußwurzelgelenks nach außen abdriften. Leider findet man in Bezug auf diese Erscheinung immer wieder die Empfehlung, in so einem Fall das Ca:P-Verhältnis zu erhöhen oder allgemein mehr Calcium zuzuführen. Meist wird das mit Erfahrungsberichten unterlegt: „Als mein Welpe das hatte, habe ich Eierschale hinzugefügt und dann ging das weg.“ – eine solche Aussage ist längst kein Beleg dafür, dass die Pfoten wegen des zusätzlichen Calciums wieder gerade wurden. Es gibt nämlich auch zig Erfahrungsberichte, in denen genau der umgekehrte Fall eintrat. Welpen mit ausgedrehten Vorderpfoten wurden von Trockenfutter mit sehr viel Calcium und einem Ca:P-Verhältnis von 1,2:1 und auf eine BARF-Ration mit weniger Calcium und einem Ca:P-Verhältnis von 1:1 umgestellt und auch in den Fällen wurden die Beine gerade. Vermutlich hat dieses Phänomen überhaupt gar nichts mit dem Ca:P-Verhältnis zu tun, sondern verwächst sich von allein. Anders ließe sich nicht erklären, warum auch Hunde, die im gesamten ersten Lebensjahr das gleiche Trockenfutter bekommen, zwischenzeitlich ausgedrehte Vorderläufe haben können, die dann wieder gerade werden – auch ohne Anpassung der Calciumzufuhr. Auch im Falle ausgedrehter Vorderpfoten ist es daher sinnvoll, sich einfach an das BARF-Konzept zu halten und die Mengen an Calcium und anderen Nährstoffen zuzuführen, die in einem Beutetier vorkommen. Denn unglücklicherweise können auch Erkrankungen wie Rachitis eine ähnlich aussehende Fehlstellung der Vorderläufe hervorrufen und auch eine Überversorgung mit Calcium hat u. U. auch Deformationen zur Folge. Im Zweifel sollte man sich daher professionellen Rat holen und eine Futterplanberechnung durchführen lassen, bevor man völlig unbedarft zusätzliches Calcium zufüttert.

Fazit

Es gibt eine Reihe von fragwürdigen Empfehlungen, die die Welpenfütterung mit BARF betreffen. Dass Welpen einfach nur junge Hunde sind, die nach dem Absetzen nicht anders ernährt werden als erwachsene Tiere auch, wird dabei häufig vergessen. Natürlich sollte die Fütterung eines Welpen gut durchdacht und ein Futterplan mit Augenmaß erstellt werden, um keine Probleme während des Wachstums zu provozieren, aber das bedeutet eben nicht, dass auf einmal sämtliche BARF-Grundsätze über Bord geworfen werden sollten.

Kommentare zu “BARF-Mythen bei Welpenfütterung

  1. Annmarie Rijnveld sagt:

    Yes, Calcium and bone % are definitely a hot item in many rawfeeders groups, specifically when debating about pups!
    Anyway, in many countries barfers (and as such also longtime breeders) stick to different and much higher meaty bone percentages (30-50%) than suggested in your article and apparantly without issues.
    It seems the same holds true for longtime breeders in your country who prefer 10% meaty bones (calculated on the total of diet) over higher percentages. It’s raw bone we are talking about, and not about Calcium supplement which is a whole different story. Did Swanie Simon change her recommendations lately, in the past she never mentioned 20% meaty bones for pups? Did I miss something?

    • Nadine Wolf sagt:

      No, she didn´t change her opinion. We still teach, that the percentage has to be higher if (and only if) the pup (or grown up dog) only eats soft bones such as chicken necks or wings (or if it has cereals in the food). But if the pup eats mixed bones (soft and hard ones), its 15 % of the meat part.

      I know that there are people who tend to give more RMB, but his has lots of disadvantages (in some cases Mg deficiency, higher risk of bloat, obstipation and always displacement of other important parts such as offal or meat), even though it still seems to be better than kibble, of course. But since no prey has that many bones, it´s rather unnatural too and therefore does´t meet the requirements of a BARF diet as we understand it (preparing a diet that mimics prey).

  2. Annmarie Rijnveld sagt:

    Hello Nadine, I looked it up in Simon’s book, Die naturliche Aufzucht von Welpen mit Barf Barf fur Zuchter, but I couldn’t find any reference to higher “meaty bones“ %. Only mentioning 15% with veggies, or 20% with veggies and cereals, calculated on either 80% or 70% of the amount of animal products.
    For the life of me, but I’ve never heard of dogs bloating on a BARF diet, whatever % of bone used. I wouldn’t think higher bone % may cause Mg deficiency, though, as it is rich in Magnesium.
    OK, I guess the difference is in the composition of the diet: Swanie Simon recommends much lower % for meat (only 50%, exluding tripe and organs) and much higher amounts for vegetables than we do…
    Always nice to discuss with you, Nadine, thank you!

    • Nadine Wolf sagt:

      Actually, she doesn´t say it directly, but indirectly. Her book has only 80 pages and there was (as she says) not enough room to explain everything in detail. She always refers to „mixed bones“ with an average Calcium content of 2.500 mg per 100 g (see p. 26 in the broschure for grown up dogs). If you only feed soft bones such as chicken necks you need to increase the amount to 20 % instead of 15 % or 25 % instead of 20 % in a diet with cereals. This is only because of the lower calcium content.

      Well, the more calcium you give, the less magnesium is absorbed, the bioavailability of magnesium is reduced. Giving more bones than what is included in prey animals, which only consist of 4-13 % bones in total (small animals having less than big animals), leads to an increased amount of calcium in the diet. Which also might cause bloating. Unfortunately, I know some dogs on a BARF diet that suffered from bloat.

      According to Swanie, it´s not necessary to feed 20 % greens. But lots of people are very afraid of an „protein overdose“ and therefore she recommended this amount. It´s not really necessary, although a prey animal like a rabbit consists of 20 % fur and gut content. So it´s not that wrong to give 20 % green (since it consists almost completely of water).

      Thank you for commenting 😉

  3. Doggenbändiger sagt:

    Also mir sind die Prozentangaben völlig schnuppe. Ich habe unseren Doggenrüden in den ersten sechs Monaten wöchentlich gewogen und dem entsprechend viel Mineralstoffe zugeführt.

        • Nadine Wolf sagt:

          Natürlich muss man den Welpen im Wachstum wiegen 😉 Daran richtet man dann die Futtermenge aus und aus dieser ergibt sich dann automatisch der Knochenanteil. Der ist bei BARF ja festgelegt in % vom tierischen Anteil.

          Es ist dann nicht BARF, sobald Du die RFK-Menge nicht nach einem potenziellen Beutetier ausrichtest. Wenn Du z. B. den Hund wiegst, dann den Calcium- und Phosphorbedarfswert nach NRC (oder M/Z) berechnest und anhand dessen dann die Knochenmenge festlegst, hat das mit BARF nichts mehr zu tun (das ist das, was Doggenbändiger macht – hat er / sie mal irgendwo unter einen anderen Artikel hier auf dem Blog geschrieben). Bei BARF (siehe Definition) baut man Beutetiere nach und füttert nicht Unmengen an Knochen, um abstruse Bedarfswerte zu erreichen. In einem Beutetier sind nun einmal nicht so viele Knochen drin. Wer sich bei Welpen nach solchen Bedarfswerten richtet, barft nicht. Das ist dann Pseudo-BARF oder Rohfütterung oder Frischfütterung etc.

  4. Nadine sagt:

    Hallo, wie verhält es sich denn mit Kalbsbrustbein? Das soll ja 13 800 mg Kalzium pro 100g besitzen. Ist ja aber ein ehern weicher Knochen. Ist das im Barf Rechner berücksichtigt?

    • Nadine Wolf sagt:

      Kalbsbrustbein hat ungefähr 2.900 mg Calcium pro 100 g (das mit den 13.800 mg sind Kalbsknochen, die vermutlich eher aus den Beinen oder der Wirbelsäule stammen und vom Hund nicht gefressen werden). Wenn es richtiges Kalbsbrustbein mit Knochenanteil ist, zählt das schon eher zu den härteren RFK. Füttert man ein Gemisch aus Hühnerhälsen und Kalbbrustbein, würde man als „gemischte RFK“ geben und das berücksichtigt der Rechner auch.

  5. Christiane Beulen sagt:

    Hallo, ich habe über eine BARF-Beraterin einen Ernährungsplan bekommen, der besagt, dass ich meinem Welpen Grünlippenmuschelpulver täglich geben soll. Nun habe ich in Deinem Buch gelesen, dass Grünlippe nicht dauerhaft, sondern nur bei konkretem Bedarf gegeben soll. Was ist denn nun richtig? 🙂 Unser Welpe ist ein Mini-Aussie und wird also auch kein großer Hund.

    • Nadine Wolf sagt:

      Wenn Deine BARF-Beraterin einen konkreten Bedarf festgestellt hat, kann man das ja geben. Es ist nicht schädlich, aber möglicherweise einfach Geldverschwendung. Wenn die Elterntiere Gelenkprobleme haben / hatten oder die Rasse vermehrt Probleme damit hat (würde ich jetzt beim Mini-Aussie nicht unbedingt sehen), dann kann es auch im Wachstum schon einen Bedarf geben. Wenn Dir etwas nicht klar ist, so wie der Berater es empfohlen hat, dann einfach nachfragen. Dafür ist es ja eine Beratung.

  6. Stojan sagt:

    Hallo.

    Soviel mg Ca benötigt ein Welpe mit 3 Monaten und 10KG wenn er 80% BARF Mix und 20% Pflanzlichen bekommt.
    Ab und an bekommt sie Rinderknorpel.
    Ich möchte keine Knochen zufüttern und dachte da an Knochenmehl.
    Welches könnten sie mir empfehlen.

    Danke

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