Pandemie-Guide für Hundehalter

Viele Hundehalter machen sich aufgrund der Corona-Pandemie Gedanken über die Versorgung und Haltung ihrer geliebten Vierbeiner. Dies hat nichts mit Panikmache zu tun, es ist nur vernünftig, einen Plan für den Fall der Fälle zu haben. Für Hundehalter gelten natürlich die gleichen Regeln des verantwortungsvollen Umgangs miteinander während dieser Pandemie wie für alle anderen Menschen. Ein Großteil der Bevölkerung wird vermutlich nicht ernsthaft erkranken, dies ist aber kein Grund, die Gefahr herunterzuspielen. Jeder von uns trägt die Verantwortung, die Verbreitung der Erkrankung zu verlangsamen, denn chronische kranke, insbesondere immunsuppressive oder ältere Menschen gehören zur Risikogruppe und für diese besteht im Falle einer Erkrankung durchaus Lebensgefahr. In China mussten bis zu 20 % der Erkrankten im Krankenhaus behandelt werden, darunter fast 5 % intensivmedizinisch. Bricht unser Gesundheitssystem zusammen, weil zu viele Patienten gleichzeitig erkranken, so werden viele Menschen sterben. Denkt an Eure Mitmenschen! Haltet Euch an die Empfehlungen der Behörden, diese wurden ganz sicher nicht zum Spaß aufgestellt. Meidet auch als Tierhalter Menschenansammlungen (z. B. Besuche auf Hundewiesen), haltet Abstand zueinander, wascht Euch regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife und bleibt zuhause, soweit es eben geht. Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Spaziergang mit dem Hund im Wald ab sofort unmöglich ist. Der Virologe Prof. Christian Drosten äußerte sich in seinem Podcast dazu folgendermaßen: „Es ist nicht so, dass man sich beim Spazieren gehen, wenn man sich begegnet, infiziert“. Mit genug Abstand (mind. 2 m) zu seinen Mitmenschen scheint im Moment keine Gefahr zu bestehen.

Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Tagen oder Wochen auf uns zukommt. Aber ein Blick nach Italien oder Spanien lässt ahnen, was sich verändern könnte. Geratet nicht in Panik, aber bereitet Euch vorausschauend und besonnen darauf vor, dass Ihr ggf. in häusliche Quarantäne müsst oder es eine generelle Ausgangssperre gibt. Was ist zu beachten?

Hundefutter

Die meisten Hundehalter haben auch unter normalen Umständen mehr oder weniger große Vorräte an Futter im Haus. Trocken- und Dosenfutter lässt sich bequem lagern und die meisten Barfer frieren Fleisch ein und verfügen über eine zusätzliche Kühltruhe für den Hund. Natürlich kann man sich auch als Barfer passendes Dosenfutter oder „Trockenbarf“ als Notreserve besorgen. In Italien oder Spanien, wo bereits Ausgangssperren herrschen, dürfen Tierhalter noch immer Futter für ihre Tiere kaufen. Es gibt also keinen Grund für Hamsterkäufe. Denkt bitte auch an die anderen Tierhalter – es ist genug für alle da. Es macht aber sicherlich Sinn, nicht erst in letzter Sekunde Futter zu bestellen, sondern dafür zu sorgen, eine gewisse Reserve zu haben, sollte es kurzfristig zu Lieferengpässen kommen. Ein geeigneter Vorrat an Futter ist vor allem für Hunde mit Unverträglichkeiten oder bestimmten Krankheiten (z. B. Futtermittelallergien, Niereninsuffizienz) wichtig, die man nicht ohne weiteres auf ein anderes Futter umstellen kann. Für alle anderen Tiere gilt: Zur Not tut es eben auch irgendein Fertigfutter. Im Falle einer solchen Krise kann man dann nicht wählerisch sein und ein gesunder Hund verkraftet das problemlos. Es ist im Falle von BARF außerdem möglich, eine Variante mit Getreide und anteilig Milchprodukten zu berechnen (zum kostenlosen BARF-Rechner), um Fleisch zu sparen, auch wenn man dies im Normalfall nicht füttern würde. Sollten bestimmte Komponenten nicht beschaffbar sein, muss man nicht in Sorge geraten: Eine einseitige Fütterung ist zeitweise unproblematisch. Ein Hund wird nicht sofort Mangelerscheinungen entwickeln, nur weil das Futter mal zwei Wochen nicht ideal ist.

Medikamente

Chronisch kranke Tiere, die regelmäßig Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel benötigen, können darauf natürlich auch während der Pandemie nicht verzichten. Überprüft hier bitte noch einmal, ob Ihr genug davon vorrätig habt, um ggf. auch ein paar Wochen auszukommen. Es gibt keinen Grund für ein gesundes Tier irgendwelche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einzulagern. Ein Hund braucht übrigens auch keine Schutzmaske oder Desinfektionsmittel – lasst diese Dinge dem medizinischen Fachpersonal, was wirklich darauf angewiesen ist.

Der Gang zum Tierarzt

Geplante Eingriffe, die nicht lebenswichtig sind oder reine Routine-Tierarzttermine sollten verschoben werden. Auch Impfintervalle müssen nicht auf den Tag genau eingehalten werden, sondern können (zumindest bei erwachsenen Tieren) vertagt werden, ohne dass eine erneute Grundimmunisierung stattfinden muss. Wird Euer Tier ernsthaft krank, so muss es natürlich einem Tierarzt vorgestellt werden. Ruft vorher in der Praxis an und schildert das Problem. Haltet Euch nicht im Wartezimmer auf, sondern wartet lieber draußen und lasst Euch per Telefon ins Sprechzimmer rufen. Solltet Ihr Euch selbst krank fühlen, so bittet Freunde darum, das Tier zum Arzt zu bringen und geht nicht selbst hin. Eine Ansteckung des medizinischen Personals darf nicht riskiert werden! Übergebt dann das Tier an der Haustür und wascht Euch gründlich die Hände, bevor ihr die Leine (und ggf. einen Maulkorb) in die Hand nehmt. Vorsichtshalber kann derjenige, der das Tier abholt, natürlich auch noch Handschuhe anziehen. Informiert die Kontaktperson ausführlich und schriftlich über etwaige Vorerkrankungen, Medikamentengabe etc. und über das generelle Verhalten des Tieres beim Tierarzt – der liebste Hund kann dort, vor allem wenn der Besitzer nicht zugegen ist, sehr unangenehm werden, also warnt alle Beteiligten im Vorfeld. Solltet Ihr niemanden finden, der Euch helfen kann, ruft beim Veterinäramt an.

Spaziergänge

Die meisten Hunde sind darauf angewiesen, regelmäßig das Haus zu verlassen, um sich zu lösen. Dies wird von Welpenbeinen an trainiert und ist dann fest verankert, weswegen eine Katzentoilette meist keine Alternative ist. Man kann einen Hund nicht innerhalb weniger Tage „umtrainieren“. Der Hund muss also weiterhin vor die Tür, um „sein Geschäft“ zu verrichten. Das Problem ist, dass Menschen, die unter häusliche Quarantäne stehen, ihr Haus nicht verlassen dürfen – meist auch nicht, um mit dem Hund Spaziergänge zu machen. Letztendlich trifft das zuständige Gesundheitsamt hier eine individuelle Entscheidung, aber die Behörden raten in diesem Fall dazu, unter Einhaltung gewisser Hygieneregeln hinsichtlich der Übergabe des Hundes, Freunde um Hilfe zu bitten, sich an einen Dogsitter bzw. Hundepension zu wenden oder das Tier ins Tierheim zu bringen, sofern der Tierhalter keinen eigenen Garten hat. Diese Anweisungen scheinen allerdings nur für die häusliche Quarantäne zu gelten. In den Ländern, die generell zur Sperrzone erklärt wurden, also beispielsweise in Italien und in Spanien, herrscht grundsätzlich Ausgangssperre für alle Menschen. Dennoch dürfen Tierhalter kurz mit ihrem Hund vor die Tür gehen, damit dieser sich erleichtern kann. Ausgedehnte Spaziergänge sind aber nicht möglich. Man sollte sich im Vorfeld ein paar Gedanken machen: Keiner weiß, ob er in Quarantäne oder gar in ein Krankenhaus muss. Habt Ihr Freunde oder Verwandte, die Euer Tier ausführen oder es gar aufnehmen könnten im Notfall? Organisiert rechtzeitig eine Lösung und hinterlegt vielleicht irgendwo einen Zweitschlüssel für Eure Wohnung und Anweisungen zur Fütterung, Medikamentengabe etc. falls Ihr selbst schwer erkrankt. Dies ist auch für junge, gesunde Menschen nicht vollkommen ausgeschlossen.

Beschäftigung in der Wohnung

Auch wenn Ihr gesund bleibt, müsst Ihr Euch ein paar Gedanken machen: Habt Ihr im Falle einer Ausgangssperre oder häuslichen Quarantäne Möglichkeiten, Euer Tier in der Wohnung zu beschäftigen, damit es auch mit den kurzen Runden für einige Wochen zurechtkommt, ohne vor Langeweile die Wohnung zu demolieren oder ganztägig zu bellen? Hier kommt Kopfarbeit in Frage, die für die Tiere ebenfalls ermüdend sein kann, auch wenn die körperliche Auslastung fehlt. Man kann gefüllte Leckerli-Beutel in der Wohnung verstecken und sie vom Hund suchen lassen. Eine weitere Möglichkeit ist das Beibringen von Tricks oder die Durchführung von s. g. Intelligenzspielen. Google hilft hier weiter: Es gibt zig Ideen unter den Suchbegriffen „Kopfarbeit Hund“, „Suchspiele Hund“ oder „Denkspiele Hund“. Diese Spiele beschäftigen dann übrigens gleich auch den Besitzer, der sich möglicherweise in der Wohnung ebenfalls langweilt.

Hunde als Überträger des Corona-Virus

Laut der Weltgesundheitsorganisation, WHO, gibt es keinen Beleg dafür, dass sich Hunde mit SARS-CoV-2 infizieren können. Wenn dem so ist, bedeutet das, dass Hunde auch nicht in der Lage sind, Menschen anzustecken.

Allerdings können die Viren auch außerhalb des menschlichen Körpers eine Zeit lang überleben. Das bedeutet, dass sie ggf. am Halsband oder im Fell des Tieres hängen bleiben und von da aus auf andere Menschen übergehen könnten. Hat ein Infizierter gerade in seine Hand gehustet und fasst dann den Hund an, kann es zu vielleicht zu einer Schmierinfektion kommen, wenn ein Gesunder danach direkt den Hund streichelt. Lasst Euren Hund also vorerst nicht von anderen Menschen streicheln und streichelt auch keine fremden Hunde – schon allein um den Sicherheitsabstand untereinander zu wahren. Seid Ihr in häuslicher Quarantäne und Euer Hund muss von einer anderen Person ausgeführt werden, so gelten hier bestimmte Hygieneregeln (z. B. Leine und Hund sollten nur angefasst werden, wenn man sich vorher gründlich die Hände gewaschen hat, der Helfer kann zusätzlich Handschuhe tragen). Das bedeutet natürlich nicht, dass der eigene Hund nicht gekuschelt werden darf. Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, wenn der Hund an eine andere Person übergeben werden soll für einen Spaziergang o. ä.

Andere Hundehalter in Not?

Achtet aufeinander: Gibt es in Eurer Nachbarschaft vielleicht ältere Leute, die Hilfe mit ihrem Hund brauchen? Legt vielleicht bei Nachbarn mit Hund einen Zettel in den Briefkasten oder klingelt und redet über die Sprechanlage mit der netten älteren Dame von nebenan, die ihr vielleicht ein paar Tage nicht mehr mit ihrem Dackel gesehen habt – braucht sie Hilfe? Habt Ihr Freunde / Bekannte / Verwandte, die in häuslicher Quarantäne sind und nicht mit dem Tier spazieren gehen dürfen? Bitte helft einander. Tauscht Informationen mit befreundeten Tierhaltern aus, vernetzt Euch virtuell, zeigt Mitgefühl und seid hilfsbereit. Auch wenn wir Hundehalter oft nicht einer Meinung sind und über die Fütterung oder Erziehung unserer geliebten Vierbeiner bis aufs Messer streiten können: Jetzt ist die Zeit gekommen, sich gegenseitig zu helfen, um diese Krise zu überstehen.

Bleibt gesund!

Kommentare zu “Pandemie-Guide für Hundehalter

  1. Alexander Falke sagt:

    Danke Nadine!
    Endlich! Du bist eine der wenigen, die sich sachlich, fachlich und faktisch sich zu Wort melden.
    Bei all der Panikmache durch politische Idioten, „Möchtegernspezialisten“ und verängstigten Menschen tut das sehr gut!!!

  2. Salute sagt:

    Plotseling blijken er mensen te zijn met erg veel expertise. Hoewel ze veelal nooit hebben gehoord van de sars besmetting, hongkong griep of – en spaanse griep of er überhaupt van op de hoogte waren van voorgaande griep epidemieën en pandemieën nu precies weten wat er moet gebeuren. Heel knap.

    Ook heel bijzonder, dat sommige mensen zich meer zorgen maken over hun dieren dan over mensen. Wat ze blijkbaar niet weten is, dat dit gevaarlijk virus afkomstig is van dieren (vleermuizen) en dat op vleermuizen etende Chinezen is overgedragen.

    • Nadine Wolf sagt:

      Man muss mein Virologe sein, um zu erkennen, dass wir es hier mit einer Situation zu tun haben, die absolut außergewöhnlich ist. Wenn man sich mit ein paar Tierhaltern aus Italien oder Spanien unterhält, dann wird man auch schnell feststellen, dass die Tipps im Artikel ganz einfach aus der besonderen Situation und den behördlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen abzuleiten sind. Und selbstverständlich sorgen sich Tierhalter um ihre Tiere. Für einen Hundehalter ist sein Hund ein Familienmitglied und selbstverständlich macht man sich dann Gedanken, ob man noch mit dem Vierbeiner vor die Tür kann. SARS-CoV-2 mag zoonotischen Ursprung haben, aber dass typische Haustiere wie Hunden oder Katzen die Quelle sein sollen, davon habe ich noch nirgends gehört. Die Virologen scheinen bisher von Schuppentieren oder Fledermäusen auszugehen.

  3. Cristina Vuilleumier sagt:

    Super sachlicher Bericht der sogar mit viel Empathie für den Mitmenschen geschrieben wurde. Da kann ich nur sagen: CHAPEAU👍🏽👏🏽 und ein ganz grosses Dankeschön!

  4. Gerhard Lustenberger sagt:

    Hinterfragt denn niemand mal von Euch, ob das Corona-Virus vielleicht nicht ganz normale Grippe ist?
    Wem nutzt die mediale Panikmache? Wo ist die Schweinegrippe plötzlich hin, was ist mit der Vogelgrippe?
    Warum hört man nichts mehr von der alljährlichen Grippewelle zu dieser Jahreszeit? Es gibt nur noch Corona.

    • Nadine Wolf sagt:

      Nach allem, was die Experten zu dem Thema sagen, scheint es erhebliche Unterschiede zwischen Corona-Viren und Influenza-Viren zu geben. Es scheint ja nun klar zu sein, dass dieses neuartige Corona-Virus eine höhere Virulenz zu haben scheint als die üblichen Grippeviren, dass bis zu 20 % der Infizierten hospitalisiert werden müssen und dass ein starker Ausbruch demnach das Gesundheitssystem überlasten könnte. Die s. g. Panik-Mache, also Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 nutzen vermutlich jenen, die gefährdet sind, daran schwer zu erkranken. Ich kann hierzu nur unbedingt den Podcast von Prof. Dorsten empfehlen.

      Die Informationen zum aktuellen Stand der Grippe-Infektionen werden vom RKI auch jetzt noch veröffentlicht, sodass man lediglich dann nichts davon hört, wenn man sich im Moment ausschließlich auf die Medien konzentriert, die natürlich nur ein Thema kennen und das ist Corona. Bei den entsprechenden Instituten kann man sich aber natürlich auch über Schweine- oder Vogelgrippe informieren, wenn man so brennend an dem Thema interessiert ist.

      • Gerhard Lustenberger sagt:

        Jedes Jahr werden neue Seuchen erfunden. Die Experten plappern auch nur das nach, was sie im Studium gelernt haben. Nein, danke. Darauf kann ich verzichten. Das, was hier jetzt stattfindet, ist absolut überzogen und schränkt die Freiheitsrechte eines jeden Bürgers erheblich ein. Die haben sie ja nicht mehr alle. Ein anderer Punkt ist der, dass Viren gar nicht krank machen. Wer nicht verstanden hat, dass es sich hierbei um eine gezielte Panikmache handelt und das wesentliche Ziel ist, Angst zu erzeugen, der tut mir leid.

        • Nadine Wolf sagt:

          Wenn das alles unproblematisch ist, melden Sie sich doch als freiwilliger Helfer in einem Krankenhaus. Da Ihnen die Viren nichts ausmachen, können Sie dort sicher einen wertvollen Beitrag leisten und jenen helfen, die rein zufällig an einer Lungenentzündung erkrankt sind…

          • Gerhard Lustenberger sagt:

            Da bin ich schon und fühle mich pudelwohl. Das, was hier passiert, ist einfach unglaublich und in keiner Weise mehr zu rechtfertigen. Der gesundheitliche psychische und wirtschaftliche Schaden, der durch die überzogenen Maßnahmen verursacht wird, ist jetzt schon bei weitem größer als der, den man durch die Isolation oder besser gesagt Schutzhaft versucht, zu verhindern. Einer Bekannten, die einen Blumenladen betreibt, wurde angeraten, einen Kredit aufzunehmen, damit ihr Laden nicht vor die Hunde geht. Jetzt arbeitet sie schwarz. Geil, oder?

        • Sabine Fuchs sagt:

          Sehr geehrter Herr Lustenberger,
          bitte klären Sie mich über folgendes auf:
          – Wer erfindet die jährlichen neuen Seuchen?
          – Wer im einzelnen zieht daraus welchen Nutzen?
          – Wer genau zieht aus der Sars-CoV-2-Pandemie den (wirtschaftlichen? politischen? …?) Nutzen und wer hat den Schaden (wirtschaftlich, politisch, etc.)?
          – Welche AKTUELLEN Quellen / Studien können Sie anführen, die belegen, dass Viren nicht krank machen?
          Wenn Sie solche Behauptungen in die Welt setzen, sollten Sie sie auch begründen können, damit man sie ernst nehmen kann.
          Es dankt, mit freundlichen Grüßen,
          Sabine Fuchs

  5. Susanne sagt:

    Was für eine gequirlte Scheiße! Mir wird richtig übel, wenn ich sowas hier lese: „Zur Not tut es eben auch irgendein Fertigfutter. Im Falle einer solchen Krise kann man dann nicht wählerisch sein und ein gesunder Hund verkraftet das problemlos.“ Ich hatte schon Hunde zu Zeiten, wo das Wort BARF noch gar nicht existierte; da fütterte man ausschließlich ‚irgendein Fertigfutter‘ und, oh Wunder, die Hunde sind trotzdem gesund gewesen und alt geworden!!! Und hier wird plötzlich so getan, als wenn ein (gesunder) Hund mit Fertigfutter gerade mal nur ein paar Wochen überleben würde… Was für ein Müll! Für den Notfall tut es eben auch irgendein Fertigfutter, dafür ist es dann gut genug, aber bloß nicht lange füttern, sonst überlebt das der Hund nicht!? Habe selten zuvor solch einen Schwachsinn gelesen!
    PS: Meine Aussie-Hündin ist 17 (!) Jahre alt und hat davon mindestens 12 Jahre lang ausschließlich Fertigfutter bekommen, und hurra, sie lebt immer noch und erfreut sich bester Gesundheit!

    • Nadine Wolf sagt:

      Es ist besonders wichtig, in so einer Situation eine Grundsatzdiskussion zu starten und natürlich muss der eigene Standpunkt untermalt werden, indem man möglichst Kraftausdrücke und Beleidigungen in den Kommentar einbringt. Bravo! Das ist genau im Sinne des letzten Punktes im Artikel – zusammenhalten, sich gegenseitig helfen, empathisch sein….

  6. Alexandra sagt:

    Das ein Hund durch streicheln denn Virus übertragen könnte, finde ich Panikmache, ist wissenschaftlich nicht bewiesen, keiner weiß was wirklich stimmt!! Wenn das die falschen Menschen lesen, geben sie ihren Hund ab oder setzten in aus!! Was ja auch schon passiert!!

    • Nadine Wolf sagt:

      Es gibt leider wissenschaftliche Belege dafür, dass das Virus auch außerhalb des menschlichen Körpers überleben kann. Auf harten Oberflächen natürlich wesentlich besser als im Hundefell. Und wenn jemand unter Quarantäne steht, weil er positiv getestet wurde, was spricht dann dagegen, den Hund und die Leine eine Weile vor der Übergabe an die Person, die mit dem Tier Gassi geht, mal nicht abzuknutschen? Es ist auch einfach so, dass man im Moment mindestens 2 m Abstand halten sollte untereinandern – wenn jemand Euch mit einem Hund begegnet und man ihn streicheln will, muss man ggf. näher ran.

        • Nadine Wolf sagt:

          „Von anderen human-pathogenen Coronaviren ist bekannt, dass sie auf unbelebten Oberflächen, wie Metall, Glas oder Plastik eine gewisse Zeit überleben können. Hierbei hängt die Überlebenszeit von weiteren Einflussfaktoren wie Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit ab (38-40). Während beispielsweise in einer Studie HCoV-229E auf Plastik bereits nach 72 Stunden seine Infektiösität verlor, blieb SARS-CoV-1 auf dem selben Medium bis zu sechs Tage infektiös (38). Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit von SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 ist für SARS-CoV-2 eine ähnliche Tenazität zu erwarten.“

          https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText21

          Mir persönlich reicht es, wenn das RKI hier zur Vorsicht rät. Und wenn Du in Quarantäne bist und jemand so nett ist, mit Deinem Hund raus zu gehen, warum solltest Du die Person dann gefährden, indem Du den Hund kurz vor der Übergabe nochmal richtig schön streichelst und die Leine mit ungewaschenen Händen anfasst und übergibst? Es geht hier um die Übergabe des Hundes und etwaiger Utensilien an Nicht-Infizierte oder darum, den Hund nicht einfach auf der Straße von jemandem streicheln zu lassen (die Person kommt ja dann auch zu nah ran). Niemand hat behauptet, man solle den eigenen Hund nicht mehr streicheln und knuddeln. Wieso auch? Der Hund an sich ist ja nun kein Überträger.

      • Alexandra Lucca sagt:

        Quelle: ages.at

        Kann das Coronavirus durch Handelswaren übertragen werden?
        Es gibt keine Hinweise darauf, dass Handelswaren (z. B. Spielzeug) ein Risiko darstellen. Wie lange genau das Virus auf Oberflächen bleibt, ist derzeit noch unklar. Wenn man in die Hand hustet oder niest und dann eine Türklinke anfasst oder sein Telefon anfasst und weiterreicht, kann das Virus theoretisch so übertragen werden. Aufgrund der geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren Quelle einer Infektion sein könnten.

        • Nadine Wolf sagt:

          Importierte Waren sind doch aber nicht mit einem Hund vergleichbar, der von jetzt auf gleich von einem Infizierten an eine Hilfsperson übergeben wird. Die Waren legen teilweise Wochen auf einem Containerschiff zurück. Wenn sich ein infizierter Mensch in die Hand hustet, danach direkt den Hund streichelt oder die Leine anfasst, dann könnten die Viren doch eine Minute später, wenn man dem Helfer die Leine in die Hand drückt, noch immer aktiv sein, wenn sie auf harten Oberflächen bis zu 9 Tage überleben: „The analysis of 22 studies reveals that human coronaviruses such as Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) coronavirus, Middle East Respiratory Syndrome (MERS) coronavirus or endemic human coronaviruses (HCoV) can persist on inanimate surfaces like metal, glass or plastic for up to 9 days“ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32035997

          Nochmal: Es geht hier darum, ein Helfer zu schützen, wenn jemand in häuslicher Quarantäne ist und darum, Abstand zu anderen Menschen zu halten. Es geht nicht um den allgemeinen Umgang mit dem eigenen Tier. Wenn natürlich irgendwann mal nachgewiesen wird, dass die Viren auf dem Hundefell keine einzige Sekunde überleben, dann weiß man sicher, dass diese Vorsichtsmaßnahme nicht nötig ist. Aber im Moment weiß man nur, dass diese Viren wohl auch eine ganze Zeit auf Oberflächen überleben können.

  7. Gini sagt:

    Vielen Dank für die vielen Infos.
    Aber was machen die Hundehalter, die einen schwierigen Hund haben, diesen also nicht einfach mal einem Nachbarn, Bekannten etc. zum Spaziergang geben können?
    Die Menschen, die auch nicht das Geld für eine Pension o.ä. haben?
    Oder auch keinen Garten haben?
    Was bitte sollen diese Menschen machen?
    Diese Menschen wären gezwungen mit dem Hund rauszugehen und sich somit strafbar zu machen.
    Darüber habe ich noch nichts gelesen.
    Gibt es für solche Fälle auch eine Lösung?

    • Nadine Wolf sagt:

      Ich konnte dazu leider auch nichts finden. Solange man nicht in Quarantäne ist, darf man ja mit seinem eigenen Hund raus gehen. Im Moment ist ja nicht verboten, das Haus zu verlassen. Auch in den Sperrzonen dürfen die Leute mit dem Hund raus: nur nicht in Gruppen und am besten nur kurz.

      Im Falle einer Quarantäne ist es eine Einzelfallentscheidung. Das kommt sicher auch darauf an, wo man wohnt (ländlich oder mitten in der Stadt) und wie hoch das Risiko für das Umfeld ist. Ich vermute, dass das Tier im Zweifel ins Tierheim gebracht wird, wenn es gar nicht anders geht. Aber ich würde nun den Teufel nicht an die Wand malen und versuchen, Kontakte zu minimieren.

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